Aktuelles

Kulturfahrt zur Pforzheim Galerie

Die 35. Kulturfahrt führte am 10. April in die Pforzheim Galerie, wo eine  interessierte Gruppe des Fördervereins auf den Pforzheimer Künstler Manfred Mohr (geb. 1938) traf. Er hatte sich bereit erklärt, zusammen mit der Kunsthistorikerin Regina Fischer einen  Rundgang zu unternehmen und sein künstlerisches Schaffen zu erläutern.  Der in New York lebende international bedeutende Pionier der Digitalkunst ist wieder einmal in seiner Heimatstadt  gelandet, wo er gegenüber der Galerie an der Bleichstraße  noch immer ein Domizil in seinem elterlichen Wohnhaus hat. Bereits 1969 setzte Manfred Mohr  den Computer ein und entwickelte algorithmische Kunstwerke. Beispiele dieser Entwicklungen sind ansatzweise in der Ausstellung zu sehen, die der Künstler überaus  engagiert der großen Gruppe des Fördervereins nahe brachte. Es war eine der seltenen Gelegenheiten einem Künstler  in dieser Form zu begegnen, die alle begeisterte.

BNN-Artikel: "Ein weiterer Schritt zur Barrierefreiheit"

Badische Neueste Nachrichten | Pforzheimer Kurier | PFORZHEIM | 31.03.2017

Aufzug im Kulturhaus Osterfeld saniert

Von unserer Mitarbeiterin Ulla Donn von Yrsch

Wer kennt ihn nicht, den Fahrstuhl im Kulturhaus Osterfeld? Wer ihn rief, den ließ er warten. War er dann da, öffneten sich unter Zittern langsam die Türen, schließen wieder und behäbig setzte sich das Ungetüm von Stockwerk zu Stockwerk in Bewegung. War die gewünschte Etage erreicht, schien er kurz zu überlegen, ob er seinen Gast wirklich entlassen möchte. Geduld und gute Nerven waren von Nöten – bisher. Jetzt ist der eigenwillige Fahrstuhl von 1990 umfangreich saniert worden – und ist genauso langsam wie zuvor.

Das liege an seiner Technik, erklärt Stephan Burger vom Gebäudemanagement. Ursprünglich war gar kein Aufzug geplant gewesen, womit die Bespielbarkeit des ganzen Hauses nur schwer zu realisieren gewesen wäre. Bei dem schließlich von Albrecht Kappis und Rainer Bartels, damals Geschäftsführer der Firma Sina, gespendeten 150?000 Mark teueren Modell handelt es sich um einen Aufzug mit Hydrauliktechnik, statt wie gewohnt mit Seilzug, da es weder eine Unter- noch eine Oberfahrt gibt, sprich es fehlt der Platz in dem historischen Gebäude. Solche Hydraulikaufzüge seien langsam, aber sicher, versichert Burger. Doch den Verantwortlichen wurde 2014 klar, dass eine Sanierung der Technik nötig wurde, die dann auch für Menschen mit Handicap besser zu bedienen ist. Neben technischen Verbesserungen, etwa ein ruckelfreies Fahren, sind im Innenraum zwei Haltestangen und ein Rückspiegel angebracht. Die Ruftasten sind so niedrig angebracht, dass sie problemlos vom Rollstuhl heraus erreicht werden können. Optisch wurde der Fahrgastraum in Rot-Gold gehalten. 65?000 Euro kostete die Sanierung. Der Förderverein Kulturhaus Osterfeld übernimmt zwei Drittel, ein Drittel das Land. Gleichzeitig werden gerade alle Toiletten technisch und optisch der Gegenwart angepasst, auch die Behindertentoilette soll bequemer werden. Ganz abgeschlossen ist das Projekt „barrierefreies Osterfeld“, wenn bald auch noch die Eingangstür entsprechend umgebaut wird.


EINE PROBEFAHRT mit dem sanierten Aufzug machten gestern Architekt Christian Helms, OB Gert Hager, Konrad Maier und Hannelore Schimpf (von links). Foto: Wacker

PZ-Artikel: "Kulturhaus Osterfeld erhält barrierefreien Aufzug."

Presseerklärung: Umbaumaßnahmen neuer Fahrstuhl, Neue Toiletten

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

mein Name ist Hannelore Schimpf, ich bin die ehemalige Vorsitzende bis 2015 des Fördervereins für das Kulturhaus Osterfeld und ich vertrete heute meine Nachfolgerin Frau Sabina Hacker-Kollmar, die leider verhindert ist. Ich danke ihnen sehr, dass Sie unserer Einladung gefolgt sind, um sich über die Umbaumaßnahmen zu informieren, die das Haus jetzt barrierefrei machen und die der Förderverein mitfinanziert hat.

Erlauben Sie mir ein paar Vorbemerkungen zum Förderverein. Als privater Zuschussgeber fördern wir hier eine Einrichtung der Soziokultur, um ein niedrigschwelliges Kulturangebot mit erschwinglichen, familienfreundlichen Eintrittspreisen zu ermöglichen. Mit den Aktivitäten, die im Kulturhaus Osterfeld stattfinden, wird eine Brücke zwischen den Generationen und allen Schichten unserer Gesellschaft geschlagen. Das Haus befindet sich in freier Trägerschaft, es muss also Monat für Monat und Jahr für Jahr seinen Platz in der Kulturlandschaft unserer Stadt erkämpfen.

Um all das zu ermöglichen wurde 1990, vor 27 Jahren, der Förderverein für das Kulturhaus Osterfeld gegründet. Unsere Mitglieder verbindet ein gesamtgesellschaftliches Anliegen:

„Kunst und Kultur, zumal die progressive, gehören in die Mitte der Gesellschaft – sie sind kein Randphänomen.“

Mit unserer finanziellen Unterstützung, durch Mitgliedsbeiträge und Spenden, wollen wir den im Haus Tätigen Freiräume für ihre Arbeit schaffen. Und zusammen haben es Förderer und Macher hier über Jahrzehnte hinweg geschafft eine für unsere Stadtgesellschaft richtungsweisende Kultureinrichtung nachhaltig am Leben zu halten.

Wieder einmal darf der Förderverein eine Baumaßnahme, nämlich den erneuerten Fahrstuhl, jetzt behindertengerecht, präsentieren. Wir erinnern uns zurück. Bei der Gründung des Fördervereins im Jahr 1990, erhielten wir die erste große Einzelspende in Höhe von 150 TDM von zwei Unternehmern, Albrecht Kappis und Rainer Bartels, den damaligen Geschäftsführern der Firma SINA. Mit dieser Initialzündung für den jungen Förderverein wurde der erste Fahrstuhl finanziert und damit war es überhaupt erst möglich das Haus über mehrere Etagen hinweg zu nutzen. Ein großer Segen vor allem für Besucher mit einem Handicap.

Das Ziel des Fördervereins immer helfend zur Seite zu stehen als tragendes Element der Bürgergesellschaft hat bis heute angehalten und wir hoffen weiterhin, dass es so bleibt.

2/3 der Gesamtkosten von 79.000 übernimmt der Förderverein, dazu kommen noch anteilig die Toilettenrenovierungen im 1. bis 3. OG. Und später kommt noch die Eingangstüre zum Innenhof hinzu, die behindertengerecht ausgestattet und mit Klingelanlage versehen wird. Dazu kommen noch einige kleineren Arbeiten im Haus -  also sprechen wir von summa summarum von 80.000 €.

Das ist sozusagen die Hardware. Die Software in die wir investieren sind Azubis, Praktikanten und Volontäre. Jedes Jahr überweisen wir hierfür 20.000 €.

Durch diese kleine „Geldmaschine“, wie ich den Förderverein immer nenne, sind wir in der Lage das Haus in angemessenem Zustand und damit marktgerecht zu präsentieren. Ein so würdiges und denkmalgeschütztes Haus hat das auch verdient, denn es diente vielen Generationen vor uns in unterschiedlicher Art, wie Sie alle wissen.

Nun eine Botschaft ist mir immer wichtig, natürlich spreche ich besonders im Namen meiner Nachfolgerin Sabina Hacker-Kollmar.

Wir brauchen in der vor uns liegenden Zeit und auf Dauer noch mehr bürgerschaftliches Engagement, um dieses Haus am Leben zu erhalten. Das Vereinsziel 1.000 Förderer aus der Mitte unserer Gesellschaft zu erreichen dürfen wir nicht aus dem Auge verlieren. Die Frage kann nicht sein, was bringt mir eine Mitgliedschaft im Förderverein, sondern wie kann ich diese Einrichtung erhalten, mit der sich unsere Stadt immer gerne schmückt.

Dieses Haus mit seiner langen Geschichte ist nachhaltig in unserer Stadt verankert. Es ist zum Treffpunkt der Generationen geworden, zu einem Treffpunkt der Pforzheimer und es strahlt in das Umland aus.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal allen danken, die diese Umbaumaßnahmen ermöglicht haben und ich bedanke mich sehr herzlich bei Ihnen für Ihr Kommen.

PZ-Artikel: "Finanzspritze fürs Osterfeld"